Verfahren Plasmanitrieranlagen
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Beim Plasmanitrieren werden die zu behandelnden Werkstücke auf einem kathodisch geschaltetem Chargiergestell in den anodisch geschalteten Rezipienten (= Behandlungskammer) eingebracht. Der Rezipient wird evakuiert und die Charge unter Stickstoff konvektiv aufgeheizt. Die anschließende „Sputterreinigung“ der Teile erfolgt im Argon-/Wasserstoffplasma. In einer Atmosphäre aus Stickstoff und Wasserstoff wird plasmanitriert, wobei durch unterschiedliche Gasmischungen die Ausbildung der Verbindungsschicht beeinflusst werden kann. Durch Zugabe von Methan ist auch eine Nitrocarburierung möglich. Nach der Plasmabehandlung können die Bauteile zur Erzielung hoher Korrosionsbeständigkeit bei gleichzeitig geringsten Reibwerten noch nachoxidiert werden. Anschließend werden diese in Stickstoffatmosphäre abgekühlt. Als das Plasmanitrieren in den Dreißigerjahren entwickelt wurde, konnte es sich aufgrund des damaligen technologischen Engpasses hinsichtlich Regelung und Steuerung nur sehr bedingt durchsetzen und hatte eher ein negatives Image. Der Durchbruch dieses Verfahrens gelang erst mit Einführung von Warmwandanlagen mit wesentlicher Änderung der Generatortechnik von Gleichstrom auf MICROPULS® -Technologie sowie einer exakten Temperaturmessung. Als besonders geeignetes modulares Plasmageneratoren-System bieten Ihnen unsere MAP 300 bis 1200 maximale Variabilität. |


