Maximaler Ofennutzraum: Ø 1.500 mm / 2.400 mm Höhe
Maximales Chargengewicht: 7.500 kg
Beim Gasnitrieren wird Stickstoff in Form von Ammoniakgas zur Verfügung gestellt. Der Prozess erfolgt in Schacht- und Haubenöfen bei Temperaturen von 500° C bis 600° C. Durch den chemischen Zerfall des Ammoniaks am Bauteil diffundiert der Stickstoff in die Oberfläche und bildet eine Diffusions- und Ver-bindungsschicht.
Prozessdauer und Temperatur nehmen direkten Einfluss auf das Ergebnis. Durch gezielte Prozesssteuerung können Härte, Nitrier- oder Einhärtetiefe und Schichtdicken beeinflusst werden. Das zusätzliche Anreichern der Oberfläche mit Kohlenstoff bezeichnet man als Nitrocarburieren. Eine anschließende Oxidation kann während des Abkühlvorganges oder separat durchgeführt werden kann.
Nitrierbar sind niedrig- bis mittellegierte Stähle, jedoch keine passivierten metallischen Oberflächen. Größte Bedeutung hat die Bauteilreinigung vor der Behandlung.
notwendige informationen
- Werkstoff
- Oberflächenhärte
- Nitrierhärtetiefe
- Verbindungsschichtdicke
- Oxidschichtdicke
- Eventuelle Vorbehandlungen
- Müssen Bereiche vor dem Nitrieren geschützt werden (Abdecken)?
VERFAHREN
Kurzzeitnitrieren (Nitrocarburieren)
Kurzzeitnitrieren + Oxidieren
Normalnitrieren
Langzeitnitrieren
Oxidieren
TECHNISCHE INFOS zUM Gasnitrieren
Welche Branchen werden damit bedient:
Maschinenbau, Präzisionsbauteile, Werkzeugbau, Automobilindustrie, Kunststoffspritzgusstechnik, etc.
Werkstoffe:
Es sind niedrig bis mittellegierte Stähle nitrierbar.
Mögliche Aufbereitungen der Oberfläche für einen optimalen Oberflächenzustand:
- Frei von Fetten, Ölen, Bearbeitungsmittel oder Zieh- und Gießhäuten sowie Schleifschlicken (Gleitschleifen)
In der Praxis ist Gasnitrieren besonders interessant, wenn Bauteile eine robuste Randschicht benötigen, gleichzeitig, aber enge Maß- und Formanforderungen erfüllen müssen. Entscheidend ist die Abstimmung zwischen Konstruktion, Werkstoffauswahl und späterer Beanspruchung. RÜBIG unterstützt dabei, die Behandlung so festzulegen, dass technische Funktion, Serienfähigkeit und wirtschaftliche Fertigung zusammenpassen – von der Erstbemusterung bis zur laufenden Produktion.
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DI David Unterberger
Vertriebsleiter Härtetechnik